Kindergarten-Eingewöhnung unter Zeitdruck – 5 Tipps gegen den Druck

Die Eingewöhnung im Kindergarten oder in der Krippe ist bei ganz vielen ein Thema. Die wenigsten Kinder betreten die KiTa und rennen freudig los (was laut den Erziehern auch gar nicht gut wäre, da es bedeuten würde, dass sie eine geringe Bindung haben). Wenn aber die Eingewöhnung nicht „gemütlich“ und ohne Zeitdruck ablaufen kann, da man eben schon wieder berufstätig ist oder der Wiedereinstieg nach der Elternzeit ansteht, dann lassen sich ein gewisser Druck und Anspannung irgendwie nicht vermeiden.

Ich habe beide Varianten durch (Eingewöhnung in den Kindergarten mit ganz viel Zeit und Eingewöhnung in die Krippe mit wenig Zeit), diese Tipps haben mir geholfen, den Druck ein wenig raus zu nehmen:

So gelingt die Eingewöhnung trotz Zeitdruck

#1 Mit den Erziehern im Gespräch bleiben

Was mir sehr geholfen hat mich zu entspannen, als absehbar war, dass mein Kind keines der „Juhu Krippe“ Kinder ist waren die Gespräche mit den Erziehern. Sie waren immer positiv haben die Sachen, die er schon toll machte hervorgehoben und mich ermutigt, dass es sich alles finden wird. Ich konnte im Gegenzug offen über meine Zeitdruck sprechen, da die Arbeit rief und die Tage so ins Land zogen ohne das es gefühlte nennenswerte Fortschritte gab und allein das half schon sehr.

#2 Akzeptieren, das jedes Kind anders ist

Klar, man weiss, dass jedes Kind anders ist, die einen mehr an Mama hängen als die anderen. Aber wenn das eigene Kind jeden Tag ein Faß auf macht, sobald es Richtung KiTa geht fällt es schwer gelassen zu bleiben. Aber es hilft nichts, mantrartig habe ich mir aufgesagt, das jedes Kind anders ist und jedes Kind eben seine Zeit braucht.

#3 Die positiven Dinge sehen

Stürz Dich nicht auf die Dinge, die doof laufen, wie zum Beispiel der morgendliche Abschied. Konzentriere Dich lieber auf die Dinge, die schon super funktionieren. Isst Dein Kind zum Beispiel toll sein Frühstück im Kindergarten oder beginnt es super mit anderen Kindern zu spielen. All diese kleinen Dinge sind wichtige Schritte zum großen Ganzen und indem Du Dich auf diese positiven Dinge konzentrierst fällt es viel leichter zu sehen, dass es am Ende alles gut werden wird.

#4 Plan B nimmt Druck raus

Logisch, die Arbeit ruft, das sorgt für Zeitdruck. Lege Dir also am besten vor der Eingewöhnung schon einen Plan B zurecht. Was tun, wenn die veranschlagte Zeit nicht ausreicht? Logo, den Job kündigen ist keine der Optionen (obwohl ich diesen Gedanken gefühlt täglich hatte ;-)).

  • Kann Papa noch Urlaub nehmen und ihn eben nur bei Bedarf in Anspruch nehmen?
  • Gibt es andere enge Bezugspersonen, wie vielleicht die Oma, die im Zweifel weiter machen könnte?
  • Gäbe es im Zweifelsfall die Möglichkeit den Arbeitsstart um einige Woche zu verschieben oder unbezahlten Urlaub zu nehmen?

Indem Du einen Plan B im Hinterkopf hast nimmst Du Dir und Deinem Kind ein wenig den Zeitdruck.

#5 Denk dran: bisher hat fast jedes Kind irgendwann seinen Platz gefunden

Als ich vollkommen verzweifelt, kurz vorm Weinen gen Krippenausgang ging, nachdem es wieder einen Tag überhaupt nicht gut geklappt hatte kam die Erzieherin noch einmal zu mir und sagte mir etwas, dass mich tatsächlich beruhigt hat. Sie habe noch nie ein Kind erlebt, dass sich nicht eingewöhnt habe und nicht seinen Platz gefunden habe. Bei manchen dauert es eben länger, bei anderen weniger lang. Dieser Gedanke hat mich sehr getragen, auch in der Zeit als ich bereits wieder arbeitete und die Oma die Eingewöhnung zu Ende bringen musste (was mich manchmal wirklich zerrissen hat).

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