6 Dinge, für die sich berufstätige Mütter niemals schuldig fühlen sollten

Berufstätig sein und Kinder haben ist oft eine brisante Kombi. Dauert es im Büro mal länger oder zu Hause muss noch etwas erledigt werden, hat man schnell Schuldgefühle dem Nachwuchs gegenüber. Aber so ist der Alltag zwischen beruflichen Verpflichtungen und Familie eben. In der Theorie ist es alles ganz einfach, in der Praxis gibt es aber ab und an Stolpersteine. Statt einem schlechten Gewissen sollte jede berufstätige Mama sich jedoch lieber in Gelassenheit üben, wird nämlich noch häufiger vorkommen, dass Plan A eben nicht funktioniert.

 

#1 Den Nachwuchs in den Kindergarten bringen, obwohl man frei hat

Jede berufstätige Mutter weiß, wie unglaublich schön es sein kann einfach mal einen Tag frei zu nehmen und den Nachwuchs dennoch in den Kindergarten zu geben. Ich meine, warum auch nicht. Aber, schnell kann das schlechte Gewissen sich breit machen und einem ins Ohr flüstern man hätte doch mal etwas Besonderes mit den Kindern unternehmen können, statt allein in der Stadt zu frühstücken und shoppen zu gehen. Hier kann man nur sagen: „Liebes schlechtes Gewissen, hab Du mal ein Kinder/Kinder und einen Job, dann sprechen wir uns wieder. Ich kann jetzt auf jeden Fall gerade nicht, ich muss meinen Latte Macchiatto schlürfen, nebenbei die aktuelle Gala lesen und meinen freien Tag genießen!“

 

#2 Einladungen abends unter der Woche ablehnen 

Soziale Isolation der Mutter, es gibt bestimmt Studien darüber 🙂 . Aber so ist nun mal die Realität, nach X Stunden Arbeit am Tag, Kinderbetreuung, Familienorga, Arztterminen und und und ist irgendwann einfach Schicht im Schacht: heißt- sobald der Nachwuchs im Bett ist wird mit Glück noch der Geschirrspüler gefüllt und ein wenig Ordnung gemacht und dann heisst es „Hallo Sofa“ und nicht: „Auf zum After Work, ich habe heute ja noch nichts erlebt“. Es ist großartig gefragt zu werden, aber überhaupt nicht verwerflich abzulehnen und Verabredungen auf das Wochenende zu verschieben. #Schlaffirst oder?!

 

#3 Abends einfach mal den Pizzaservice bestellen, statt frisch zu kochen 

Ja, es gibt nichts über eine ausgewogene Ernährung, am besten immer frisch, regional und mit Liebe gekocht. Es geht aber auch nichts über den Luxus einfach den Pizzaservice anzurufen, die Füße hochzulegen und eine halbe Stunde eine wunderbare Pizza mit der Familie zu genießen. Kein Grund für ein schlechtes Mama-Gewissen.

 

#4 Nicht andauernd Spielverabredungen oder Nachmittagsaktivitäten der Kinder zu haben

Kinder haben Freunde und Hobbys und das ist wunderbar und natürlich unterstützt man das, wo es geht, aber…. neben der Arbeit und allem Familienkram klappt es eben nicht immer, es jede Woche zum Turnen zu schaffen oder jede Woche ein anderes Playdate für den Nachwuchs parat zu haben. Ja, manchmal schade, aber kein Weltuntergang. Nächte Woche klappt es dann eben wieder, kein Grund jetzt ein schlechtes Gewissen zu haben.

 

#5 Wenn es zu Hause mal chaotisch aussieht

Machen wir uns nichts vor, der Tag beginnt morgens um 6 Uhr und endet spät abends, bei kleinen Kindern ist man gerne auch Nachts noch mal wach. Ja, es gibt Routinen, die es leichter machen im Haushalt die Oberhand zu behalten, aber seien wir ehrlich. An manchen Tagen oder in manchen Wochen hilft auch die beste Routine nichts, da funktioniert man einfach nur. Warum sollen wir uns dann auch noch dafür schuldig fühlen, dass unser Zuhause nicht aussieht wie in der Waschmittel-Werbung? Ist ja nicht so, dass wir faul auf dem Sofa liegen und Netflix gucken und darum den Haushalt nicht schaffen (wäre das nicht schön?) , wir arbeiten, organisieren den Familienalltag und und und. Da ist der Haushalt manchmal eben auch einfach zweitrangig und auf keinen Fall ein Grund für ein schlechtes Gewissen.

 

#6 Aktivitäten der Kinder absagen, wenn Krankheit droht…

Das verstehen meist nur berufstätige Mütter, denn ein krankes Kind ist oft schon ein mittleres Drama. In der kühleren Jahreszeit ist es daher manchmal ein echter Spießroutenlauf zwischen Erkältungen, Magen-Darm-Infekten und allem anderen, was der Kindergarten oder Schule so zu bieten haben (Läuse, 3 Tage-Fieber, Scharlach… ihr wisst, die Liste ist unendlich). Wenn dann der Fußballtrainer meint die 3-Jährigen im September auch bei Regen draußen trainieren zu lassen ist es wohl vollkommen legitim die Kinder dieses mal abzumelden. Denn: wir tun alles dafür, dass der Nachwuchs halbwegs gesund bleibt und das sorgfältig gebastelte Gefüge zwischen Job und Familie nicht durch die nächste Kinderkrankheit zum Einsturz gebracht wird, das muss man sich nicht von einem „durchgeknallten“ Fußballtrainer ruinieren lassen. Und ein schlechtes Gewissen braucht man sowieso nicht haben. 😉

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